Arraial d’Ajuda & Porto Seguro
16 03 2012Back to the beach: Ich traf die Australierin namens Anna gleich am Rodoviaria, allerdings gings mir am ersten Abend so übel, dass wir nur eine ganz kurze gequätschte Unterhaltung über unsere gemeinsamen Pläne führen konnten, danach speedete ich zum Hostel, wo ich mich als aller erstes gleich mal für einige Zeit auf die Toilette verdrückte…
Es ergab sich, dass der argentinische Architekt sich immer noch in Belo Horizonte aufhielt, als Chris und ich im Hostel eintrafen. Nun stellte sich heraus, dass wir auch mehr oder weniger den selben Plan hatten, und so warteten sowohl er als auch Anna darauf, dass meine Brille fertig gestellt wurde, und wir gemeinsam weiterziehen konnten. Wir nahmen einen Bus nach Porto Seguro, wobei sich die Fahrt unendlich hinzog: es war sooo unterkühlt dass wir mit den Zähnen klapperten! Wir kamen nicht mal zu Schlaf weil wir so damit beschäftigt waren, zu frieren!!!
Von Porto Seguro aus nahmen wir gleich die Fähre nach Arraial d’Ajuda und wurden gleich von einer netten, vielsprachigen Frau empfangen, die uns netterweise zum Hostel führte. Wie wir später erfuhren, war diese nette Frau eine Kleinkriminelle, die geradezu berühmt war weil sie so begabt und unauffällig die dämlichen Touristen ausraubte. Daraufhin kontrollierten wir alle halbpanisch unsere Taschen, es war aber zum Glück noch alles da!
[ich werde den Blog morgen weiterschreiben, muss einer weinenden Amerikanierin Platz machen!!!]
Nun, es sind schon wieder Tage vergangen und mein Gedächtnis lässt zu wüschen übrig: allenfalls wollten wir zuerst auch nur ganz kurz in Arraial d’Ajuda bleiben, doch wieder einmal hatte und ein Ort in seinen Bann gezogen. So verbrachten wir die meiste Zeit damit, uns frische Salate mit allem drum und dran zu preparieren, zudem konkurrierten wir mit den Gerichten đ Der Argentinier zauberte zum Beispiel Milanesas auf den Tisch (soll heissen panierte Fleischschnitzel)… Hinzu kamen Massagen, Capirinhas, Comels (furchtbar starker Cachaça mit Honig als Shot serviert), Strand, Strandröte und grosszügiges Bikinishopping! Ich schmiss desübrigen meine beiden ewig geliebten Bikinis – uralt – aus Barcelona weg! *stolz* đ
Nun fing aber das Laster des gemeinsamen Reisens an: man fühlt sich trügerisch sicher wenn man nicht mehr alleine unterwegs ist, man wird liederlich, man relaxed, man denkt nicht mehr so weit voraus, denn da sind ja noch die andern, die denken können… und so wurde aus meinem sowieso schon reduzierten Sortiment noch weniger: meine uralten, spottbilligen, dreckigen, superbequemen Turnschuhe und eines meiner 2 neuen top Bikinis wurden geklaut! Das mit den Schuhe bemerkte ich, als ich – wieder einmal – in Flipflops auf den Bus rennen wollte, und das mit dem Bikini erst am nächsten Strandstopp…
(Sorry nochmal ne Unterbrechung: Internetschi finish!)
So gingÂŽs dann weiter mit der Fähre nach Porto Seguro, wo wir in dieser Samstag Nacht ausgehen wollten, sogar no eine halbe Flasche Cachaça leerten, um dann nur mächtig enttäuscht zu werden: Das so sagenumwobene Partydorf stellte sich als tote Hose heraus… So drehten wir also lediglich unsere Runde durch den nächtlichen Markt, schauten uns noch einige Fotos auf Fabricios Computer an, danach hauten wir uns aufs Ohr. Am nächsten Tag durften Anna und Fabricio – ich würde behaupten – eine volle Stunde auf mich warten, denn ich war einfach in jedem Punkt langsamer als die beiden: essen, trinken, duschen, schminken, packen… Irgendwann – ENDLICH – machten wir uns auf den Weg zum Rodoviaria, von wo aus wir den Bus nach ItacarĂ© nahmen…
…wo das nächste Unheil auf uns wartete…
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